Mehr Rechte für Impfopfer

KIRCHEN Rechtsanwältin Anja Dornhoff zog bis vor das Bundessozialgericht Neue Entscheidung ermöglicht Entschädigung bei nicht mehr öffentlich empfohlener Impfung gegen Kinderlähmung. sz • Die Zeiten, in denen man eine Ordnungswidrigkeit beging,wenn man sich nicht gegen Pocken impfen ließ, sind langevorbei. Allerdings beschäftigt die Problematik des Impfens immer noch die Gerichte, mittlerweile allerdings Sozialgerichte und nicht…

Encephalitis nach Grippeimpfung als Impfschaden anerkannt

Unser Mandant ließ sich im September 1985 bedingt durch eine betriebliche Grippeschutzimpfung impfen. Die Impfung wurde mittels einer Impfpistole durchgeführt. Elf Tage nach der Impfung suchte unser Mandant seinen Hausarzt auf, der sofort die stationäre Einweisung veranlasste. Es wurden bei Halbseitenkopfschmerz links, rechtsseitigem kompletten Sensibilitätsausfall, armbetonter Hemiparese links, Hemihypästhesie rechts und ausgeprägtem hirnorganischen Psychosyndrom eine…

Autistische Züge, fokales Anfallsleiden und hirnorganisches Psychosyndrom als Impfschaden anerkannt

Unser – inzwischen volljähriger – Mandant wurde mit knapp einem Jahr im November 1997 das erste Mal gegen Hepatitis A und B geimpft. Am Tag nach der Impfung bemerkten die Eltern bei Ihrem Kind ein Schielen. Anfang Dezember 1997 erhielt unser Mandant die zweite Impfung gegen Hepatitis A und B. Bereits vier Tage nach der…

Dravet-Syndrom als Impfschaden vor dem Sozialgericht anerkannt

Unser inzwischen volljähriger Mandant erhielt im April 2001 und Juni 2001 jeweils eine Impfung mit dem Sechsfachimpfstoff gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Hepatitis B und Poliomyelitis. Zum Zeitpunkt der ersten Impfung war unser Mandant vier Monate alt. Am Tag der zweiten Impfung erlitt unser Mandant 40 Grad Fieber, hinzu kamen schrilles Schreien und Unruhe. Das schrille…

35 Jahre nach der Polio-Lebendimpfung wurde Impfschaden anerkannt

Unser Mandant wurde im Januar 1983 mittels einer Polio-Schluckimpfung durch seinen Kinderarzt geimpft. Ca. drei Wochen nach der streitbefangenen Impfung litt unser Mandant ununterbrochen an Fieber mit Fieberkrämpfen, jedoch ohne weitere Symptome. Wenig später kamen in Folge der Impfung auch Lähmungen der Extremitäten hinzu. Daraufhin wurde unser Mandant für über zwei Monate stationär aufgenommen und…

Vertraglicher Ausschluss der Haftung des Pharmakonzerns für Impfschäden im Voraus unwirksam

Im Voraus kann die Haftung nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) und dem Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG) weder ausgeschlossen noch beschränkt werden. Nach § 92 AMG und § 14 ProdHaftG sind entgegenstehende Vereinbarungen nichtig. § 84 ff. AMG regeln die Haftung des pharmazeutischen Unternehmens für Arzneimittelschäden als Gefährdungshaftung. Nach § 84 AMG ist das pharmazeutische Unternehmen unter den dort…

Narkolepsie mit Kataplexien mit Wahrscheinlichkeit nach Schweinegrippeimpfung im Juni 2019 anerkannt

Unsere Mandantin wurde im November 2009 vom Betriebsarzt gegen die H1N1 Influenza mit dem Impfstoff „Pandemrix“ geimpft. Bereits nach zwei Monaten litt sie unter Einschlafattacken und ausgeprägter Müdigkeit. Hinzu traten Kataplexien. Selbst während ihrer Arbeitszeit als Assistenzärztin litt sie unter Einschlafattacken auch während Planungsgesprächen. Sie unterzog sich zahlreicher medizinischer Untersuchungen, um herauszufinden, woran sie erkrankt…

Erneut im November 2018 Narkolepsie als Impfschaden nach Schweinegrippeimpfung anerkannt

Außergerichtlich wurde nach anderthalb Jahren sei Antragstellung im Juni 2017 erneut ein Narkolepsiefall nach der Pandemriximpfung anerkannt. Der damals 12-jährige Junge wurde mit weiteren Familienmitgliedern im Rahmen der Vorsorge gegen die pandemische Grippe geimpft. Es wurde eine provisorische Impfbescheinigung ausgestellt. (Manche Versorgungsämter nehmen an dieser Vorgehensweise Anstoß, wenn lediglich der Arztstempel ohne Unterschrift des Arztes…

CFS nach Impfung als Arbeitsunfall anerkannt

Die Klägerin arbeitete als Kinderkrankenschwester in der Universitätsmedizin Mainz. Am 02. November 2009 ließ sich die Klägerin gegen die pandemische Grippe (Schweinegrippeimpfung) H1N1 impfen. In der Folgezeit erkrankte sie an einer Perikarderguss und einer Polineuritis. Seit dem 01. Juli 2010 bezieht die Klägerin Rente wegen voller Erwerbsminderung – mittlerweile auf unbestimmte Zeit. Der GdB beträgt…

Hirnschädigung mit cerebralem Anfallsleiden mit Entwicklungsstörung nach 6-fach-Impfung anerkannt

Im Alter von 4 und 5 Monaten wurde der Kläger am 14. März 2006 gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Hib, Hepatitis B und Poliomyelitis mit dem 6-fach-Impfstoff geimpft. Der Kläger war ein reifes Neugeborenes mit Apgarwerten von 10/10, die auf eine regelrechte postnatale Anpassung hinwiesen. Die Entwicklung des Kindes war in den ersten Lebensmonaten altersadäquat. Bereits…